Dreistigkeiten bei den Fondsgebüren und
Zertifikaten wirft die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger den Banken vor. Wegen der intransparenten Kostenstrukturen und der für den Käufer nicht eindeutig erkennbaren Gebühren steht die Fondsbranche im Schwarzbuch Börse 2009, in dem Missstände und Fehlentscheidungen an der Börse beanstandet werden. Das berichtet die "Frankfurter Rundschau".
Fondsgebühren und Intransparenz von Zertifikaten beanstandetSo kritisierten die Aktionärsvertreter, dass Banken bei angeblich gutem Abschneiden von Aktienfonds eine Erfolgsgebühr abkassierten. Die sogenannte Performance Fee mussten Anleger bereits für die Hälfte der in Deutschland aufgelegten Aktienfonds zahlen. Vor acht Jahren war diese Gebühr nur bei rund drei Prozent der Fonds fällig. Zudem wurde die Intransparenz von Zertifikaten wiederholt im Schwarzbuch thematisiert.
Selbst bei den Indexfonds würden die Banken immer mehr Gebühren erheben. Nach Ansicht der Aktionärsvertreter würde so mache Gebührenrechnung nicht vor Gericht bestehen, so dass sie den Anlegern zur Klage raten.
Unternehmen und Staat in der Kritik der AktionärsvertreterNeben professionellem Anlagebetrug von Finanzjongleuren wie Bernard Madoff wurden auch viele Unternehmen angeprangert. Arcondor, Escada und die
Commerzbank bezogen ebenso Schelte von der Schutzgemeinschaft wie der Autozulieferer Schaeffler. Erstmals ist nun auch Vater Staat im Schwarzbuch vertreten. Mit der Verstaatlichung der Hypo Real Estate gegen den Willen vieler Aktionäre habe der Staat zur Kapitalvernichtung beigetragen.
Tipps der Redaktion:
Verwandte Artikel
Tags