Die Bundestagsfraktion von CDU und CSU fordert einen besseren Schutz von Kundendaten bei
Krankenkassen. Die Abgeordneten kritisieren, dass Krankenkassen kein Bußgeld droht, wenn sie nachlässig mit Daten ihrer Versicherten umgehen. Im Gegensatz zu Privatunternehmen, die sich in solchen Fällen durchaus strafbar machten.
Daten im Handel sicherer als bei Krankenkassen "Wenn Kassen ihrer Pflicht zum sorgfältigen Umgang mit Sozialdaten nicht nachkommen, müssen ihnen spürbare Bußgelder drohen", sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl, dem Magazin "Focus Money". Es sei ein Unding, dass Kundendaten im Versandhandel besser geschützt seien als die viel sensibleren Daten der Krankenkassen.
Anlass: Datenskandal bei BKK Gesundheit Anlass für die Forderung ist ein Datenskandal, der sich kürzlich bei der
BKK Gesundheit ereignet hat. Der Krankenkasse wurden Daten zum Rückkauf angeboten. Grund war offenbar, dass die Telefon-Hotline der BKK Gesundheit von einem Dienstleister betreut wurde, der ungelernte Hilfskräfte beschäftigt hatte. Diese hätten Daten über medizinische Diagnosen von Versicherten aus den Computern der Krankenkasse auf CD kopiert.
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