Fast alle Großbanken wollen ihren Kunden künftig
Beipackzettel geben, auf denen über Chancen und Risiken der jeweiligen
Geldanlagen informiert wird. Das berichtet heute der "Tagesspiegel". Mit diesen Produktinformationsblättern zur Geldanlage hoffen die Banken, einer gesetzlichen Regelung zu entgehen. So will die
Postbank ihren 500.000 Depotkunden im Sommer solche Beipackzettel an die Hand geben, sagte ein Sprecher.
Die
Hypo-Vereinsbank erarbeitet derzeit nach eigenen Angaben "ein Maßnahmenpaket, das über das Spektrum eines reinen Produktinformationsblattes hinausgehen wird". Es soll im Frühjahr vorgestellt werden. Die
Sparkassen streben eine Harmonisierung ihrer bestehenden Informationsblätter zu Geldanlagen an. "Wir können uns durchaus vorstellen, hier zu einer Vereinheitlichung zu kommen", sagte der Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Stefan Marotzke, dem "Tagesspiegel".
Ministerin will einheitlichen BeipackzettelDie
ING-Diba hatte bereits im vergangenen September
Beipackzettel eingeführt. Die
Deutsche Bank gibt seit vergangener Woche Informationsblätter heraus. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) strebt ein bundesweit einheitliches Produktinformationsblatt an, für das es auch ein Muster aus ihrem Hause gibt.
Wenn nicht alle Banken mitzögen, müsse das notfalls per Gesetz sichergestellt werden, sagte Ministeriumssprecher Holger Eichele dem "Tagesspiegel". "Die Geduld der Ministerin ist nicht endlos", fügte er hinzu.
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