23.02.2010

Banken wollen Briefe und Pakete annehmen

Volks- und Raiffeisenbanken wollen als Annahmestelle für Briefe und Pakete vor allem auf dem Land zusätzlich zu ihrem Kerngeschäft neue Kunden gewinnen. Das entsprechende Modell der Postannahmestelle in Banken wurde bereits in Niedersachsen und Sachsen getestet. Wie der für 13 Bundesländer zuständige Genossenschaftsverband mitteilt, wollen die betreffenden Banken ab April bundesweit vor allem in Orten ohne eigene Postfilialen deren Dienste übernehmen.

Banken signalisieren Interesse an Postdiensten

Bisher hätten laut Mitteilung zehn Bankhäuser angekündigt, das Postmodell in ihren Filialen umzusetzen. Insgesamt signalisierten 240 Institute ein grundsätzliches Interesse an einer Erweiterung ihres Bankgeschäftes. Das Verteilen der Post werde ein Dienstleister übernehmen, das könne beispielsweise die Deutsche Post sein, erläuterte Verbandspräsident Michael Bockelmann. Die Post hatte im Januar angekündigt, sämtliche noch mit eigenem Personal betriebene Filialen bis Ende 2011 zu schließen.

GenoPost ermöglicht Paketannahme in der Bank

Mit der 2009 gegründeten GenoPost eG soll nach Angaben des Verbandes der Postdienst in Bankfilialen umgesetzt werden. Getestet wurde das Modell von der Volksbank Hannover sowie der Volksbank Raiffeisenbank Meißen Großenhain. Auch werde darüber nachgedacht, weitere Dienstleistungen wie beispielsweise Kopiergeräte und Auflademöglichkeiten für Handyguthaben anzubieten, heißt es in der Mitteilung.

2009 wuchs die Bilanz der Verbandsbanken

Letztes Jahr erhöhten sich die Kundengelder der insgesamt 324 Volks- und Raiffeisenbanken im Verbandsgebiet im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 131,3 Milliarden Euro. Auch vergaben die Banken mehr Kredite - ein Zuwachs von 3,3 Prozent auf 98,2 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Bilanzsumme der Institute erhöhte sich - auch bedingt durch 14 Fusionen – von 500 auf 535 Millionen Euro.

Der Genossenschaftsverband mit seinen mehr als 1800 Mitgliedsgenossenschaften betreut Unternehmen aus Kreditwirtschaft, Landwirtschaft, Handel und Gewerbe in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

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