Die Staatsverschuldung lag im letzten Jahr über der laut EU-Vertrag erlaubten Grenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Laut Statistischem Bundesamt beliefen sich die Schulden (u.a.
Kredite) von Bund und Ländern auf 79,3 Milliarden Euro. Das entspricht einer Schuldenquote von 3,3 Prozent.
Bund macht die meisten SchuldenDas Finanzierungsdefizit errechnet sich als Differenz der Einnahmen (1.066 Milliarden Euro) und der Ausgaben (1.145,3 Milliarden Euro) des Staates. Auf den Bund entfielen 39,6 Milliarden Euro Schulden, die Länder machten 20,2 Milliarden Euro Miese. Der Rest stammt von den Gemeinden und der Sozialversicherung.
Erstmals seit 2006 wieder Minus in der StaatskasseDamit gibt es zum ersten Mal seit 2006 wieder ein Staatsdefizit. Damals lag die Schuldenquote allerdings noch bei 1,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. 2007 wurde sogar ein
Überschuss erwirtschaftet, 2008 konnte der damalige Finanzminister Peer Steinbrück eine schwarze Null vorweisen.
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