Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kritisiert die Erfolgsmeldungen der Bundesregierung zur
Riester-Rente. Die Bundesregierung beurteile den Erfolg der privaten Rentenversicherung nur danach, wie viele Riesterverträge abgeschlossen wurden. Damit fehle den Meldungen aber ein empirisch gesichertes Fundament, teilt das DIW in seinem Wochenbericht mit.
DIW bemängelt fehlende Transparenz der RiesterprodukteVerbraucher können nur schwer die verschiedenen Riesterprodukte miteinander vergleichen, bemängelt das unabhängige Institut. Insbesondere bei den Kosten und Leistungen lasse die Transparenz zu wünschen übrig. Das liegt nach Auffassung vom DIW daran, dass die Anbieter ihren Informationspflichten nicht genügend nachkommen.
Aber auch unfaire Vertriebsmethoden, zweifelhafte Beratungen und erfolglose Beschwerden würden von Verbraucherschützern immer wieder beklagt, heißt es in dem Bericht weiter. Die punktuelle Marktbeobachtung der Verbraucherzentralen genüge nicht, stattdessen müsse der Markt systemisch beobachtet werden. Nur dann könne die Tragfähigkeit der Riester-Rente tatsächlich beurteilt werden.
Staatliche Förderung kommt nicht bei der Zielgruppe anZudem erreiche die staatliche Förderung der Riester-Rente nicht die Zielgruppe der kleinen und mittleren Einkommensbezieher. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, wehrt sich die Versicherungsbranche gegen die Vorwürfe. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ließ verlauten, die Riesterförderung sei für kleine und mittlere Einkommensbezieher und Familien attraktiv.
Die Anzahl der abgeschlossen Riesterverträge lag Ende 2009 bei 13,25 Millionen. Stornierungen sind dabei bereits berücksichtigt. Die Mehrzahl der Riesterverträge wurde als
klassische Rentenversicherung abgeschlossen.
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