03.03.2010

Umfrage: Schlechte Noten für Wohn-Riester

Nur fünf Prozent der Deutschen halten den Wohn-Riester für einen gelungenen Versuch, den Erwerb von Wohneigentum zu fördern. Das hat eine repräsentative Umfrage des Immobilienportals Immowelt.de ergeben. Immerhin hat der Wohn-Riester aber sein Bekanntheitsproblem überwunden: 93 Prozent der Befragten ist die Eigenheimrente mittlerweile bekannt.

Damit enden aber die guten Nachrichten für das ehrgeizige Projekt, mit dem die eigenen vier Wände als Vorsorge fürs Alter gefördert werden sollen. Denn 45 Prozent der Deutschen sehen das Vorhaben als gescheitert an, weitere 43 Prozent stehen dem Wohn-Riester skeptisch gegenüber. Überdurchschnittlich hohen Zuspruch erhält die Eigenheimrente vor allem von Beamten, die zu 15 Prozent von der Förderung überzeugt sind.

Ein Wohn-Riester-Vertrag begünstigt zwar hohe Einkommen: Die höchsten Fördersätze erhält nur, wer auch viel einzahlt. Jedoch ermöglicht Wohn-Riester durch lange Laufzeiten und staatliche Förderung auch Haushalten ein Eigenheim, die mit herkömmlichen Mitteln der Baufinanzierung nie in die eigenen vier Wände kämen. Für die repräsentative Immowelt-Studie "Wohnen und Leben 2010" wurden vom Marktforschungsinstitut Innofact 1.029 Personen befragt.

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