Die US-Investmentbank Lehman Brothers, die im September 2008 zusammenbrach, war schon Monate vorher quasi zahlungsunfähig. Zu diesem Schluss kommt nach einem Bericht des Magazins "Focus" der Untersuchungsbericht zur Lehman-Pleite. Das 2200 Seiten starke Werk wurde jetzt in New York vorgelegt. Der eigens eingesetzte Ermittler Anton Valukas komme darin zu dem Schluss, dass die Lehman-Banker mit Bilanztricks Anlegern, Aufsichtsbehörden und anderen Banken vorgaukelten, Lehman Brothers sei ein gesundes Institut.
Dabei war die Bank schon lange vorher durch Spekulationen mit Hypothekenpapieren in ernste Schwierigkeiten geraten. Es war der Lehman aber immer wieder gelungen, durch geschickte Buchungen ihre Bücher von diesen Giftpapieren zu reinigen. Der
Zusammenbruch von Lehman Brothers im September 2008 gilt als Höhepunkt der Weltfinanzkrise. Nur das Eingreifen der Regierungen mit Steuermilliarden hatte damals ein großes Bankensterben und einen Zusammenbruch der Finanzmärkte verhindert. Die spekulativen Wertpapiere von Lehman Brothers wurden auch in Deutschland an
Kleinanleger verkauft. Sie sind heute wertlos.
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