Die verschobene Rentenkürzungen wird sich auf die Höhe der Renten in den kommenden Jahren auswirken. Selbst wenn die Löhne wieder steigen, werden die Rentner in den nächsten Jahren davon kaum profitieren. Das schreibt der Berliner "Tagesspiegel". In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass das derzeitige Niveau in der
gesetzlichen Rente beibehalten werde, obwohl die Bruttolöhne 2009 erstmals seit 50 Jahren sanken und auch die Rentenbezüge entsprechend sinken müssten.
Stattdessen gibt es wegen der Rentengarantie eine Nullrunde. So steigt der Ausgleichsbedarf in diesem Jahr auf 3,8 Prozent in den alten und 1,8 Prozent in den neuen Bundesländern. Nach Ansicht des Präsidenten der Deutschen Rentenversicherung Bund, Herbert Rische, werde der Verzicht der Rentenkürzung die Rentner bis in das Jahr 2015 belasten.
Spätere Rentenerhöhungen werden allerdings zur Hälfte von Rentenkürzungen aufgezehrt, die dann auch nachgeholt werden. "Wenn die unterbliebenen Rentenanpassungen nicht nachgeholt werden, dann wird es nicht möglich sein, das angestrebte Beitragsziel von 22 Prozent im Jahr 2030 einzuhalten“, sagte Rische dem Blatt.
Tipps der Redaktion:
Verwandte Artikel
Tags