Einem zweiten Filmfonds der Fondsgesellschaft Hannover Leasing droht der Verlust der Steuervorteile. Der
Fonds HL 158 (Montranus II) soll nicht Hersteller des von ihm finanzierten Films "Jarhead" sein, berichtet der "Aktionsbund Aktiver Anlegerschutz" in Berlin.
Wenn der
geschlossene Fonds aber den Hollywoodfilm nicht produziert hat, dann kann er höchstens Filmrechte erworben haben. Während Filmproduktionskosten jedoch nach deutschem Recht im ersten Beteiligungsjahr voll steuerlich absetzbar sind, müssen Filmrechte über die gesamte Nutzungsdauer abgeschrieben werden, warnen die Anlegerschützer. Derzeit werde die Nutzungsdauer mit 50 Jahren veranschlagt.
Bereits Ende 2009 hatten Betriebsprüfer den Fonds HL 143 (Montranus I) nicht als Hersteller des Films "Bourne Verschwörung" akzeptiert: Die Produktion des Films hatte bereits vor der Gesellschafterversammlung begonnen. Der Aktionsbund vermutet, dass die Anleger schon bei diesen Gesellschafterversammlungen falsch informiert wurden.
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