26.03.2010

KKH-Chef gegen Hausarztverträge

Der Chef der gesetzlichen Krankenkasse KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, fordert eine Abkehr von Hausarztverträgen. In Deutschland fehle es nicht an Allgemeinmedizinern, sondern an Spezialisten sagte Kailuweit der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (RP). So werde in vielen Fällen Rheuma als Krankheit nicht erkannt, weil 800 Rheumatologen fehlten.

Hausarztverträge: Kosten durch Fehldiagnosen

Die Hausarztverträge werden von vielen Krankenkassen als Instrument zur Kostendämpfung angesehen. Sie sollen voreilige Besuche bei teuren Spezialisten einsparen. Nach Kailuweits Ansicht verursachen die Hausarztverträge jedoch vermeidbare Kosten durch Fehldiagnosen.

30 Krankenkassen sind genug

Weiter forderte Kailuweit in der "RP" eine Reduzierung der Zahl der Krankenkassen. "Wir brauchen große Kassen, die das Geschäft verstehen und auf Augenhöhe mit den Leistungserbringern Verhandlungen führen können", sagte Kailuweit. Nach seiner Einschätzung wird sich die Zahl der Krankenkassen "dauerhaft bei 30 bis 50 Kassen einpendeln".

Tipps der Redaktion: Krankenkassen | Krankenzusatzversicherung | Versicherungen: Welche sind wichtig? |


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