
Der Versicherungsvertreter steht bei den Deutschen ganz oben auf der Liste der unbeliebtesten Jobs. Fast jeder zweite Bundesbürger (45 Prozent) kann sich unter keinen Umständen vorstellen, Versicherungen zu verkaufen. Zum Vergleich: Nur 21 Prozent können sich nicht vorstellen, als Reinigungskraft zu arbeiten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Beratungsunternehmens Faktenkontor und des Marktforschungsinstituts Toluna unter 1.000 Bundesbürgern.
Versicherungsvertreter: Schlechtes AnsehenDie Meinungsforscher schreiben dieses Ergebnis dem geringen Ansehen der Versicherungsvertreter in der Öffentlichkeit zu. Nur drei Prozent der Bürger bringen diesem Beruf viel Achtung entgegen.
Die unvorteilhafte Wahrnehmung der Versicherungsvertreter färbt auch auf die eher wohlwollenden Befragten ab. So wird der Beruf selbst von jenen, die ihn ergreifen würden, häufig mit Worten wie "Aufquatschen" (48 Prozent) oder "Klinkenputzen" (43 Prozent) in Verbindung gebracht. Zudem stört 42 Prozent der Erfolgsdruck, der dem Beruf anhaftet.
Rund drei Viertel der Befragten, die den Beruf des Versicherungsvertreters ablehnen, verwenden den Begriff "Übers Ohr hauen" in ihrer Beschreibung. Selbst unter jenen, die sich vorstellen könnten, Versicherungsvertreter zu werden, tut dies jeder Dritte.
Berufe, die die Deutschen auf keinen Fall ausüben wollen:
- Versicherungsvertreter (45 Prozent)
- Politiker (30 Prozent)
- Fernfahrer (29 Prozent)
- Straßenkehrer (23 Prozent)
- Landwirt (22 Prozent)
- Grundschullehrer (22 Prozent)
- Reinigungskraft (21 Prozent)
- Bankkaufmann (15 Prozent)
- Arzt (13 Prozent)
- Journalist (12 Prozent)
Foto: © ArTo/FOTOLIA
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