
Der Bassist der amerikanischen Rockband Kiss, Gene Simmons, tut es "Herrn Kaiser" gleich. Simmons wird künftig
Lebensversicherungen vermarkten. Ob der Musiker genauso bieder wie sein deutsches Pendant daherkommen wird, kann bezweifelt werden. Mit fünf erfahrenen Versicherungsmanagern gründete Simmons die Firma
Cool Springs Life Equity Strategy. Das berichtet der Züricher "Tages-Anzeiger".
Ziel der Gesellschaft ist es, spezielle Lebensversicherungen an Reiche mit einem Vermögen von mindestens 20 Millionen Dollar zu verkaufen. Die Policen sollen einen Wert von mindestens 10 Millionen Dollar haben und den wohlhabenden Versicherungskunden dabei helfen, die Erbschaftsteuern auf den Nachlass zu mindern.
Lebensversicherung mit WettrisikoDer Versicherte wettet darauf, dass in den USA die vorübergehend ausgesetzte Erbschaftsteuer wieder eingeführt wird. Dann bliebe der Sparanteil der Versicherung während der Laufzeit nämlich steuerfrei. Stirbt der Versicherte, würden auch auf die Auszahlungssumme keine weiteren Steuern anfallen. Laut "Tages-Anzeiger" gelten solche Methoden unter Versicherungsexperten als Glücksspiel.
Die Prämie für die exklusive Lebensversicherung müssen die Versicherten nicht selbst aufbringen, sie können sich das Geld dafür leihen. Ganz neu ist diese Methode in den USA nicht, allerdings birgt sie auch das Risiko, dass die Kreditkosten höher sein können als das angesparte Kapital in der Versicherung. Immerhin ist Simmons von der Idee überzeugt, er soll auch schon eine Police über 10 Millionen Dollar abgeschlossen haben. Nun muss der Rocker nur noch weitere vermögende Kunden für sein Produkt gewinnen.
Foto: © Roadrunner Records
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