
Die Barmer GEK steht kurz vor der Einführung eines Zusatzbeitrags. Ob der Zusatzbeitrag bei der größten gesetzlichen Krankenkasse noch in diesem Jahr kommt, hängt nach einem Bericht der "Ärzte-Zeitung" davon ab, ob in diesem Jahr noch Kostendämpfungsmaßnahmen wirksam werden. Spätestens im nächsten Jahr werden sich die Versicherten der Barmer GEK auf einen Zusatzbeitrag gefasst machen müssen, heißt es in der Zeitung weiter.
Der "Südwestpresse" sagte Barmer GEK-Chefin Birgit Fischer, man müsse die Lage Monat für Monat neu beurteilen. Fischer forderte eine Anhebung des Regelbeitrags schon für das Jahr 2011. Andernfalls müssten alle Kassen durchschnittlich 20 bis 23 Euro Zusatzbeitrag im Monat einziehen. Dies würde jedoch einseitig die Versicherten belasten, denn dem Zusatzbeitrag zur Krankenkasse steht kein Arbeitgeberanteil gegenüber. Die Barmer GEK hat nach eigenen Angaben rund acht Millionen Versicherte.
Der Schätzerkreis, der eine Anhebung des Einheitsbeitrags empfehlen müsste, bestätigt einen Fehlbetrag der Krankenkassen. Mit rund drei Milliarden Euro liege jedoch das
Defizit der Krankenkassen niedriger als erwartet. Im Dezember 2009 hatte der Schätzerkreis erwartet, dass die Ausgaben der Krankenkassen um rund vier Milliarden Euro über den Einnahmen aus dem
Gesundheitsfonds liegen würden.
Foto: © Birgit Reitz-Hoffmann/FOTOLIA
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