27.05.2010

Mehr Privatinsolvenzen in Deutschland

Die Zahl der Privatinsolvenzen ist im ersten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent gestiegen. Wie die Wirtschaftsaufkunftei Bürgel mitteilt, meldeten zwischen Januar und März dieses Jahres 34.710 Privatleute Insolvenz an.

Vor allem junge Bundesbürger sind von der Privatinsolvenz betroffen. So kletterte die Quote bei den 18- bis 25-Jährigen im Untersuchungszeitraum um 72 Prozent. 59 Prozent aller Privatpleiten, 20.497 Fälle, gehen im ersten Quartal auf das Konto von Männern. Nur bei der jüngsten Gruppe der 18- bis 25-Jährigen haben die Frauen (53 Prozent) mehr Privatinsolvenzen als Männer.

Viele Schuldner leben in Nordrhein-Westfalen

Besonders in Nordrhein-Westfalen ist die Schuldenquote am höchsten. 7.395 Privatpersonen aus dem Bundesland meldeten Insolvenz an. Höhere Werte attestiert Bürgel auch Bremen (83 Insolvenzen pro 100.000 Einwohner), Niedersachsen (58), dem Saarland (55), Schleswig-Holstein (54) und Hamburg (52). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 42 Insolvenzen pro 100.000 Einwohner. Am besten schneiden Bayern und Thüringen ab (je 32 Fälle pro 100.000 Einwohner).

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