15.06.2010

Krankenkasse GBK "in den Miesen"

Eine weitere Krankenkasse ist von der Pleite bedroht. Nach der City BKK und der BKK Heilberufe meldete die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) dem Bundesversicherungsamt (BVA) Insolvenzgefahr. Das sagte eine Sprecherin des BKK-Bundesverbandes der "Financial Times Deutschland" (FTD). 

Die Gesundheitsreform ermöglicht auch die Insolvenz einer Krankenkasse. Die GBK bestreitet eine bevorstehende Pleite. GBK-Chef Helmut Wasserfuhr sagte der Zeitung, die GBK habe dem BVA nur gemeldet, dass sie in diesem Jahr "leicht in die Miesen" komme. Die GBK verhandelt mit anderen BKKs über eine Fusion. Die GBK hatte als bundesweit erste Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erhoben.

Durch Fusionen hat sich vor allem im vergangenen Jahr die Zahl der Krankenkassen stark verringert. Gab es zu Jahresbeginn noch 202 Krankenkassen, schrumpfte ihre Zahl bis zur Jahresmitte 2009 auf 187 Kassen. Die damalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte damals, 30 bis 50 Krankenkassen reichten für einen funktionierenden Wettbewerb.

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