Die gesetzlichen Krankenkassen fordern mehr Unterstützung aus Steuergeldern für Empfänger von
Hartz IV. Eine Orientierung an den tatsächlichen Ausgaben könne zu einer jährlichen Einnahmeverbesserung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von 4 bis 5 Milliarden Euro führen, sagte Uwe Thiemann vom GKV-Spitzenverband am Mittwoch in einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages. Bislang erhielten die Kassen für jeden gesetzlich versicherten Hartz-IV-Empfänger eine Zuweisung von 126,05 Euro. Thiemann hält jedoch einen Betrag von 260 Euro für kostendeckend.
PKV will volle Kostenübernahme für Hartz-IV-Empfänger im Basistarif Vollständige Kostenübernahme forderte bei der Anhörung auch die Private Krankenversicherung (PKV). Der Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung, Volker Leienbach, unterstützte einen Antrag der Fraktion Die Linke (17/780). Dieser sieht vor, privat kranken- und pflegeversicherte Hartz-IV-Empfänger sollten als Zuschuss genau den Betrag aus Steuermitteln bekommen, den sie den Versicherungsunternehmen im
Basistarif tatsächlich zahlen müssen.
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