Das Versicherungsunternehmen AXA und der Love Parade Veranstalter Rainer Schaller haben eine Soforthilfe für die Opfer der Love Parade eingerichtet. Bei der Massenveranstaltung am 24. Juli 2010 in Duisburg gab es 21 Toten und über 500 Verletzte. Noch ist unklar, wer für die Ereignisse die Verantwortung trägt.
Eine Millionen Euro Soforthilfe
AXA und Rainer Schaller stellen für die Soforthilfe eine Millionen Euro zur Verfügung, der Großteil des Geldes kommt dabei vom Versicherer. Die Hilfe richtet sich zwar besonders an die Hinterbliebenen der 21 Toten, gilt aber für alle Betroffene, die durch die Ereignisse in eine finanzielle Notlage geraten sind. Sie müssen sich schriftlich bei AXA melden und ihre entstandenen Kosten samt Begründung angeben.
Kein Schuldanerkenntnis
AXA weist darauf hin, dass diese Vorleistungen kein rechtliches Schuldanerkenntnis des Veranstalters ist. Falls die Ermittlungen einen anderen Schuldigen ergeben, wird AXA die Zahlungen von diesem zurückfordern. Die Opfer selbst soll das allerdings nicht betreffen.
Schaller hatte die Love Parade bei AXA durch eine Veranstalterhaftpflicht-Versicherung mit einer Deckungssumme von 7,5 Millionen Euro versichert. Bei Ansprüchen, die über diese Summe hinausgehen, muss Schaller selbst dafür einstehen.