
Deutsche Unternehmen sind zur Übernahme von 651 Aufgaben und Tätigkeiten verpflichtet. Laut einer Studie des Nationalen Zentrums für Bürokratiekostenabbau (NZBA) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM ) verursachen diese Pflichten den Unternehmen hohe Kosten. Die arbeitgebernahe Organisation präsentiert deshalb drei Punkte, um diese Kosten einzudämmen.
Ein mittelständisches Unternehmen mit 100 Arbeitnehmern muss laut der Studie bei der Erfüllung von zehn der aufwendigeren Arbeitgeberpflichten mit Kosten von 17.940 Euro pro Jahr rechnen. Das NZBA sieht dabei Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe für die Gesamtwirtschaft.
Zu den berücksichtigten Pflichten gehören unter anderen Bescheinigungen für Sozialämter aber auch Lohnsteuer und Beiträge an die Sozialversicherung. Diese Pflichten verursachen laut der Studie großen administrativen Aufwand und Kosten.
Die INSM fordert, dass die Kosten von neuen Inpflichtnahmen in der Gesetzbegründung benannt werden und dass der Nationale Normenkontrollrat diese Berechnungen überprüfen darf. Außerdem soll der Staat bei neuen Pflichten die Kosten erstatten. Der Geschäftsführer der INSM, Hubertus Pellengahr, sagte dazu: "Zu oft spannt der Staat die Unternehmen für seine eigenen Aufgaben ein - und lässt sie auf den Kosten sitzen. Damit muss Schluss sein."
Foto: © Dinostock/FOTOLIA
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