
Viele Unternehmen begehen Fehler bei der Finanzkommunikation mit Banken und Aktionären. Wie "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet, führt dies oft zu Nachteilen für die Firmen.
Laut der Zeitung legen Mittelständler ihren Banken oft wenig aussagekräftige Unterlagen vor. Dazu gehören die Unterlagen des Steuerberaters, zum Beispiel die betriebswirtschaftliche Auswertung. Die sagt aber laut "FTD" nichts über die aktuelle Finanzlage des Unternehmens aus. Die Banken greifen jedoch oft nicht ein.
Besser Information führen zu besseren Konditionen Der Chef der Johannes Müller Wirtschaftsberatung Finanzmanagement, Johannes Müller, sagte dazu gegenüber "FTD": "Je schlechter die Einschätzung einer Firma, desto höhere Kreditzinsen können sie verlangen."
Unternehmen sollten ihrer Bank lieber eine monatliche Bilanz und eine vorausschauende Erfolgsrechnung vorlegen. Müller sagte dazu: "Je besser ich die Bank informiere, desto besser sind die Konditionen für Kredite und desto weniger Sicherheiten benötige ich."
Informationen als Werbung für Aktie Aber auch Aktionäre sollten besser über die Finanzlage der Unternehmen informiert werden. So sollten die Unternehmen die Einladung zur Hauptversammlung nicht nur im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichen, sondern auch in Zeitungen.
Der Geschäftsführer des Finanzkommunikationsunternehmens Consigno Consultants, Ulrich Kütter, bezeichnete dies der "FTD" gegenüber als Werbung für die eigene Aktie. Aber auch neben den Hauptversammlungen und Kapitalerhöhungen sollten die Unternehmen stärker mit den Aktionären kommunizieren. "Wenn die Firma nicht rechtzeitig oder ausführlich genug mit ihren Aktionären redet, besteht die Gefahr, dass die Vertrauensbasis verloren geht. Das ist das Schlimmste, was passieren kann."
Foto: © Fineas/Fotolia
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