Bankkunden mit einem geringen Einkommen müssen mehr für Girokonten und Kredite, als Einkommensstärkere zahlen. Gleichzeitig bekommen sie häufig eine niedrigere Rendite auf ihre Sparanlagen. Zu diesem Ergebnis gelangte die Verbraucher-Zentrale Hamburg, wie Stiftung Warentest in ihrer neusten Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ berichtete.
So ist es bei bestimmten Banken möglich, dass man erst einen günstigen Jahreszins erhält, wenn ein Mindesteinkommen von 2.500 Euro vorhanden ist. Dagegen müssen Verbraucher in einigen Fällen mehr als das Doppelte des Zinssatzes zahlen, welche nicht über ein Gehalt über 1.500 Euro verfügen.
Weiterhin können diejenigen Kunden innerhalb eines Sparguthabens mehr Zinsen einstreichen, die eine höhere Summe gespart haben. Ähnlich sieht es auch bei Girokonten aus, wobei einige Unternehmen eine kostenlose Kontoführung anbieten, die jedoch erst ab einem bestimmten Einkommen wirksam wird. Geringverdiener müssen dagegen bis zu 7 Prozent Gebühren begleichen.
Verbraucher, deren Konto gekündigt wurde, und die somit auf Bareinzahlungen und Überweisungen angewiesen sind, müssen in den meisten Fällen eine Gebühr von bis zu 10 Euro zahlen. (dh)