Bund soll Ausgabe von 500-Euro-Gutscheinen planen 

Die Bundesregierung arbeitet einem Zeitungsbericht zufolge angesichts der sich verschärfenden Konjunkturkrise an einer Aufstockung des bisherigen Wachstumspakets.

"Wenn die beschlossenen Instrumente nicht ausreichen, werden wir mit weiteren Milliarden die Konjunktur stützen", sagte ein hoher Regierungsbeamter dem "Handelsblatt". Denkbar sei unter anderem die Ausgabe von Konsum-Gutscheinen, mit denen gezielt die Binnenwirtschaft angekurbelt werden könne, hieß es laut Handelsblatt aus Regierungskreisen weiter.



Im Gespräch ist ein Betrag von etwa 500 Euro, wie das Handelsblatt erfahren haben will. Entscheide sich die Regierung, allein die 30 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer zu unterstützen, koste das den Fiskus im nächsten Jahr zusätzlich 15 Milliarden Euro. An den Details der möglichen Ausgabe von Coupons werde noch gearbeitet - so etwa an der Idee, das 500-Euro-Geschenk mit der Verpflichtung zu verknüpfen, dass der Bürger beim Einlösen zusätzlich eigenes Geld investieren müsse.



Eine Entscheidung über die milliardenschweren Kaufanreize wolle die Regierung allerdings erst Anfang nächsten Jahres treffen. Zunächst wolle die Große Koalition abwarten, ob das bereits beschlossene Konjunkturpaket ausreiche.

Das Bundesfinanzministerium hat Berichte über Pläne für einen Konsum-Gutschein von je 500 Euro als Kaufanreiz für die Bürger als falsch zurückgewiesen. Dies sei "absurder Unsinn", sagte Ministeriumssprecher Torsten Albig am Montag in Berlin auf Anfrage.

dpa