Die Europäische Zentralbank (EZB) senkt die Leitzinsen für die 15 Euro-Länder um 0,75 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent. Dies ist die stärkste Zinssenkung seit Gründung der EZB vor zehn Jahren. Damit können sich Banken im Euro-Raum zu nochmals günstigeren Konditionen Geld von der Zentralbank leihen. Experten hatten nach Zinssenkungen um jeweils 0,5 Prozentpunkte im Oktober und November mit einer weiteren Zinssenkung gerechnet. Die Erwartungen lagen jedoch bei weiteren 0,5 Prozentpunkten.
Zuvor hatte bereits die Bank von England die Leitzinsen um einen vollen Prozentpunkt auf 2 Prozent gesenkt. Die schwedische Reichsbank hat ihren Leitzins nach Angaben der Netzeitung sogar um 1,75 Prozentpunkte auf ebenfalls 2 Prozent gesenkt. Damit ist Geld in Europa aber immer noch teurer als in den USA. Die US-Notenbank Fed nimmt von den Banken gegenwärtig ein Prozent Zinsen, berichtet der Nachrichtensender n-tv.
Mit der Senkung der Zinsen wollen die Währungshüter die Banken günstig mit frischem Geld verssorgen, damit auch diese wieder freigiebiger mit Krediten an die Wirtschaft und die privaten Haushalte umgehen. Die Verknappung von Geld für die Wirtschaft gilt als eines der drängendsten Probleme der Weltwirtschaft.