Versicherung: Tipps für Azubis


Diese Versicherung sollte jeder haben!

Private Haftpflichtversicherung

HaftpflichtversicherungZu den Versicherungen, die jeder besitzen sollte, gehört die private Haftpflichtversicherung. Durch sie werden Schäden abgedeckt, die man bei anderen verursacht. Die Deckungssumme sollte mindestens fünf Millionen Euro betragen, noch besser sind jedoch Verträge mit unbegrenzter Deckungssumme.

Sofern die Eltern eine Familienhaftpflichtversicherung abgeschlossen haben, ist der Auszubildende auch noch bei den Eltern mitversichert. Sollte dies nicht der Fall sein, empfiehlt sich die Umstellung des Tarifs oder der Einschluss des Auszubildenden. Ist es bereits die zweite Berufsausbildung oder ist der Auszubildende verheiratet, muss er eine eigene Privat-Haftpflichtversicherung abschließen. Nach dem Ende der Berufsausbildung ist in jedem Fall ein eigener Vertrag erforderlich.

Beachten sollte man, dass für spezielle Haftungsrisiken Zusatzverträge nötig sind. Besitzt man beispielsweise einen Hund, kann sich der Abschluss einer Tierhalterhaftpflichtversicherung lohnen. Damit sorgt man für Schäden vor, die das Haustier verursacht.

Eine private Haftpflichtversicherung ist kein Freibrief für Leichtsinn. In den allgemeinen Versicherungsbedingungen finden sich eine Reihe von Ausschlussklauseln. So zahlen die meisten Versicherer bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Beschädigung keinen Cent. Auch für Dinge, die man sich ausgeliehen hat, wird eine Haftung fast immer ausgeschlossen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit ist heute eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Kann man aufgrund von Krankheit oder Unfall seinen Beruf nicht mehr ausüben, zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente. Dabei sind Azubis im Vorteil: Da sie noch jung sind, durchlaufen sie die Gesundheitsprüfung in der Regel ohne große Probleme. Außerdem können junge Leute die Berufsunfähigkeitsversicherung noch zu günstigen Konditionen abschließen.

Allerdings bieten Versicherer Auszubildenden Berufsunfähigkeitsversicherungen nur maximal bis zur Höhe des aktuellen Einkommens an. Beim Abschluss ist es deshalb besonders wichtig, einen Vertrag mit Nachversicherungsmöglichkeit zu wählen. Damit kann die anfangs noch vergleichsweise niedrig vereinbarte Rente später ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden.

Achten sollte man auch darauf, dass im Vertrag keine "abstrakte Verweisung" auftaucht. Hiermit behalten sich die Versicherer das Recht vor, den Versicherungsnehmer im Falle einer Berufsunfähigkeit auf andere Berufe oder zumutbare Tätigkeiten zu verwiesen.

Wichtig ist außerdem, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zu früh ausläuft, da sonst eine Versorgungslücke entstehen könnte. Eine Verlängerung der Laufzeit ist normalerweise nicht möglich. Die Fragen zur Gesundheit sollten sehr sorgfältig beantwortet werden, da man sonst den Versicherungsschutz verlieren könnte.

Oft sind Berufsunfähigkeitsversicherungen mit Risiko-Lebensversicherungen gekoppelt. Der Abschluss dieser Doppel-Versicherung lohnt sich aber nur, wenn man bereits Kinder hat und seine Familie im Falle des Todes finanziell absichern möchte. Ansonsten sollte man von einer kombinierten Berufsunfähigkeitsversicherung absehen.

Fotos: © Nerlich Images/FOTOLIA, Franz Pfluegl/FOTOLIA



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