Finanzbücher: Crashkurs


Dirk Müller
"Crashkurs"
Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance?
Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen

Dirk Müller: CrachkursGlauben Sie, dass das weltweite Finanzsystem von einer kleinen Clique beherrscht wird? Dirk Müller behauptet das in seinem Buch "Crashkurs". Eine "Hydra" aus einflussreichen Familien, großen Investmentbanken und Fonds kontrolliere das amerikanische und damit das weltweite Finanzsystem. Für ihn die eigentlich Verantwortlichen für die Finanz- und Wirtschaftskrise.

Dem Vorwurf, ein Verschwörungstheoretiker zu sein, tritt Müller in seinem Buch entgegen: War man am Anfang des Jahres 2003 nicht auch ein Verschwörungstheoretiker, wenn man bezweifelte, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt? Außerdem sollen wir ihm ja gar nicht blind vertrauen, dem Mann, der als MisterDax zu einem verbrauchernahen Gesicht der Börse geworden ist. Schließlich sollen wir nicht dieselben Fehler machen wie die vermeintlichen Fachleute in aller Welt.

Denn die Experten vertrauen blind auf die Urteile von ganzen drei Ratingagenturen, und diese Ratingagenturen befinden sich wiederum in der Hand von einigen großen Banken und Fonds. Letztlich bewerten also die Banken ihre eigenen Produkte. Auch über das Weltfinanzsystem erfahren wir viele Details. Was die Amerikaner beispielsweise alles tun, damit der Dollar die Welt-Leitwährung bleibt. Selbst der Irak-Krieg habe diesem Ziel gedient, behauptet Müller.

Aber Vorsicht: Viele von den merkwürdigen Zufällen und Gleichzeitigkeiten, die er als Belege heranzieht, besitzen keinerlei Beweiskraft. Denn so ist das mit Zufällen: Man kann sie so, aber auch ganz anders deuten. Ganz schlimm wird es, wenn Müller sein Konzept für eine neue Weltwirtschaftsordnung entwickelt. Da beschwört er abwechselnd die russische und die chinesische Gefahr herauf. Eine Weltwirtschaftsordnung unter Ausschluss Chinas, Indiens, Russlands? Europa und Nordamerika als gut abgeschottete Inseln der Glückseligkeit? Da ist Müller nicht von dieser Welt.

Ein bisschen weniger simple Klischees und ein wenig mehr Konkretes für Anleger wäre nicht schlecht gewesen. Schließlich heißt das Buch mit Untertitel "Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? Wie Sie das Beste aus ihrem Geld machen". Da ist Müller am Besten: Wenn er Zusammenhänge des Finanzsystems erläutert. Wenn er Ratschläge gibt, wenn er die Entstehung des Geldes oder die Hintergründe der Weltfinanzkrise erläutert.

Dirk Müller entwirrt das Dickicht von Banken, Fonds, Zertifikaten und Hypotheken. Er macht uns am Beispiel des fiktiven Durchschnittsamerikaners Jon Arbuckle leicht verständlich klar, wie aus einer privaten Baufinanzierung eine weltweite Finanzkrise entsteht. Das ist lehrreich, macht großen Spaß und ist - bei allen Einschränkungen - den Preis des Buches allemal wert.

Wolff von Rechenberg
Redaktion Banktip

Dirk Müller
"Crashkurs - Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen"

Droemer (DK-7506)
256 Seiten, gebunden
18 Euro [D]
ISBN 978-3-426-27506-1

Tags
Bank Vergleich, Fonds Geldanlage, Finanzbücher Rezension, Zertifikat Dokument, Hypothek aufnehmen
Drucken
Newsletter
 

Mein banktip
Sie müssen angemeldet sein um diese Funktion benutzen zu können.
neu registrieren

Benutzername:

Kennwort:





 
 
Mercedes-Benz Bank Tagesgeld
5 Tagesgeld-TippsViele Sparer setzen immer noch aufs Sparbuch. Dabei ist Tagesgeld flexibel, einfach, sicher und verspricht bessere Rendite.
...weiter
DepotkontenWer an der Börse investieren will, braucht ein Aktiendepot. Unser Vergleichsrechner kennt die günstigsten Depots.
weiter
Tagesgeld oder Festgeld?Soll ich mein Geld auf einem Tagesgeldkonto anlegen? Oder doch lieber in Festgeld? Diese Fragen stellen sich viele Geldanleger. Banktip antwortet.
...weiter
Tagesgeldkonto

Ein Tagesgeldkonto ist flexibel, denn das Geld ist täglich verfügbar. Tagesgelder werden darüber hinaus auch besser verzinst als  Girokonten.

weiter