So geht Online-Banking


Frau mit LaptopOnline-Banking gilt als bequem. Doch gerade bei Menschen, die weniger technik- oder interneterfahren sind, wirft Online-Banking viele Fragen auf: Ist es sicher? Welche verschiedenen Arten gibt es, das Girokonto online - also über das Internet - zu führen? Die Redaktion von Banktip.de beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Online-Banking.

Was ist Online-Banking?

Unter Online-Banking versteht man die Führung eines Girokontos (Banking) per Internet (Online). Das kann auf zwei verschiedene Arten geschehen. Am bekanntesten und einfachsten ist das Online-Banking im Internetbrowser. Dabei sucht der Kunde zuhause am PC die Internetseite seiner Bank auf. Er meldet sich dort mit Benutzername und Passwort an. Dann erledigt er seine Bankgeschäfte und meldet sich schließlich wieder ab.

Beim Home-Banking erledigt der Nutzer Bankgeschäfte zwar ebenfalls am Computer. Er muss währenddessen aber nicht mit der Bank verbunden sein. Der PC muss in dieser Zeit nicht einmal mit dem Internet verbunden sein. Erst wenn alle Vorgänge erledigt sind, muss sich der Kunde über Internet kurz mit der Bank verbinden und die Daten übertragen. Home-Banking funktioniert zwar wie das browserbasierte Online-Banking auch mit PIN und TAN, spielt seinen Sicherheitsvorteil jedoch vor allem mit Chipkarte aus. Chipkartenleser gibt es im Einzelhandel ab 25 Euro. Hinzu kommt eine Finanzsoftware, die in der Regel ebenfalls Geld kostet.

Was soll ich machen: Online-Banking oder Home-Banking?

Als Standard für das Home-Banking hat sich bei deutschen Kreditinstituten der Standard HBCI (Home Banking Computer Interface) durchgesetzt. Dabei werden die Daten aller Transaktionen zunächst nur auf dem Computer eingegeben und dann auf einmal abgeschickt. Beim Online-Banking muss man jede Transaktion einzeln beauftragen.

HBCI Lesegerät 200x150Home-Banking hat also auf jeden Fall die Nase vorn, wenn es darum geht mehrere Konten zu verwalten. Besonders sicher ist Home-Banking mit einer Chipkarte. Viele Banken bieten Home-Banking sogar ausschließlich mit Chipkarte an. Der verschlüsselte Code auf der Chipkarte ist eine zusätzliche Hürde für Datendiebe.

Dazu braucht man einen Chipkartenleser, den es im Einzelhandel schon ab 25 Euro gibt. In jedem Fall braucht man für Home-Banking eine Finanzsoftware, für die man noch einmal rund 30 Euro veranschlagen sollte. In Sachen Sicherheit ist Home-Banking dann die sicherere Lösung. Bei manchen Banken und Sparkassen gibt es Finanzsoftware und Kartenlesegerät zum Versandkostenpreis, wenn man Home-Banking betreiben will.

Das Online-Banking über den Browser funktioniert demgegenüber sehr viel einfacher. Man bekommt von der Bank oder Sparkasse die Zugangsdaten und kann direkt loslegen. Wer sich an die wichtigsten Tipps für sicheres Online-Banking hält, fährt mit Online-Banking per Browser sicher genug.

Welches Online-Banking für welchen Anwender?

Privatkunden, die nur auf ein Girokonto regelmäßig zugreifen müssen, können getrost das browserbasierte Online-Banking nutzen.

Wer mehrere Konten zu verwalten hat, kommt um Home-Banking praktisch nicht herum, Unternehmer und Freiberufler beispielsweise. Auch Sicherheitsfanatiker sollten auf jeden Fall zum Home-Banking-Standard HBCI greifen - dann aber nur mit Chipkarte.

Tipp: Besonders sicher sind Kartenlesegeräte mit eigener Tastatur (Klasse 2 und höher). Ein Spionageprogramm auf dem PC ist dann nicht in der Lage, den Zugangscode anhand der Tastatureingaben am PC auszulesen. Noch sicherer geht man mit Lesegeräten, die einen Fingerabdruckscanner besitzen. Diese kosten jedoch mehrere hundert Euro.

Foto oben: © Contrastwerkstatt/FOTOLIA

Foto unten: © KOBIL SYSTEMS

 

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