Lexikon

Ausbildungskosten

Im Gegensatz zur Fortbildung ist als Ausbildung die berufliche Ausbildung für einen künftigen Beruf anzusehen. Zur Berufsausbildung gehört nicht nur die Ausbildung für einen kaufmännischen, handwerklichen, technischen oder wissenschaftlichen Beruf, sondern auch der Besuch von Schulen, Fachschulen und Hochschulen sowie Praktika.
Kosten, die im Rahmen der Berufsausbildung anfallen, können steuerlich bis zu einem Höchstbetrag von 920 Euro im Jahr als Sonderausgaben geltend gemacht werden.
Ist es zur Ausbildung notwendig, sich auswärtig unter zu bringen, so erhöhen sich die abzugsfähigen Kosten auf 1.227 Euro im Jahr. Das gilt nicht nur für die Kosten der eigenen Berufsausbildung sondern auch die des Ehepartners.
Ausbildungskosten, die im Zusammenhang mit einer hauswirtschaftliche Aus- und Weiterbildung entstehen, sind nicht zum Sonderausgabenabzug zugelassen.
Als Sonderausgaben abziehbar sind die Studien- und Lehrgangsgebühren, Aufwendungen für Lehrmaterial, Fachbücher, die Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte mit 0,36 Euro je Entfernungskilometer für die ersten 10 km und mit 0,40 Euro für jeden weiteren Entfernungskilometer sowie bei auswärtiger Unterbringung die Mehraufwendungen für Verpflegung und die Übernachtungskosten. Auch die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer können zu den Berufsausbildungskosten rechnen. Allerdings können die Aufwendungen hierfür nur dann berücksichtigt werden, wenn die Nutzung zusammen mit einer beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit mehr als 50 Prozent der Gesamttätigkeit ausmacht oder wenn für die Ausbildung kein anderer „Arbeitsplatz” zur Verfügung steht.