Der Vorstandsvorsitzende des Allianz-Konzerns, Michael Diekmann, hat in einem Zeitungsinterview Sympathien für den Betrieb einer Bank unter dem Namen "Allianz" geäußert. Mit der Dresdner Bank gehört bereits ein Kreditinstitut zum Versicherungskonzern.
In dem Interview mit dem Handelsblatt sagte Diekmann, dass der Konzern im Ausland überall dort, wo die Dresdner Bank nicht aktiv sei und die Allianz eine Bank besitze oder etablieren wolle, eine Allianz-Bank eröffne. In Deutschland sei die Dresdner jedoch eine gut positionierte Marke, weswegen er die Umbenennung hierzulande für "abenteuerlich" halte. Der Allianz-Chef schloss jedoch nicht aus, dass es auch in Deutschland in nicht allzu ferner Zukunft eine Allianz-Bank geben könnte. "Wir statten ja bis 2009 eintausend unserer Allianz-Agenturen mit Bankberatern aus. Da steht jetzt auch Dresdner Bank drauf, aber ob in zehn Jahren dort Allianz-Bank steht, das kann ich mir schon vorstellen", so Diekmann gegenüber dem Handelsblatt.
Die Dresdner Bank scheint eine solche Ankündigung nicht zu schocken. Selbstbewusst veröffentlichte die Unternehmensspitze heute die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Eigenen Angaben zufolge erzielte die Bank im Jahr 2006 ein Rekordergebnis. Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 755 Mio. Euro. Die Erträge erhöhten sich um 13 Prozent auf 6.813 Mio. Euro. Die Rendite vor Steuern verbesserte sich auf 15,6 Prozent. "Wir haben unsere Jahresziele zum dritten Mal hintereinander nicht nur erreicht, sondern deutlich übertroffen“, sagte Herbert Walter, Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank, bei der Vorlage der Bilanz 2006.