Mit steigenden Leitzinsen werden auch verzinste Geldanlagen wieder attraktiver. Viele der neuen Angebote gelten aber nur für Neukunden, während die Bestandskunden von den Zinserhöhungen nicht profitieren können.
Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, gibt es Zinsunterschiede zwischen Neu- und Bestandsanlagen von bis zu einem Prozent. An solche unterschiedlichen Konditionen müssen sich die Kunden gewöhnen, so Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen. "Der Trend wird sich eher noch verstärken", meint er, denn: "Auf Gleichbehandlung können Bestandskunden nicht klagen."
Was Kunden aber tun können: die Bank wechseln und beim neuen Anbieter von dessen besseren Konditionen für Neukunden profitieren. Für den direkten Vergleich der Konditionen für Neukunden hilft der Festgeldrechner von banktip.de. "Niedrigere Zinsen für Bestandskunden verleiten dazu, Konkurrenzangebote zu nutzen", sagt Gottschalk.
Die Hypovereinsbank hat das auch schon als Nachteil erkannt und hat zum 1. April die Ungleichbehandlung von Neu- und Bestandskunden aufgegeben. "Auf Dauer lassen sich unterschiedliche Konditionen für die Kunden nicht durchhalten" begründete Banksprecher Rainer Wünsche den Schritt gegenüber dem Abendblatt.