In Berlin werden die meisten Finanzexperten gesucht. Wie eine Untersuchung des Personaldienstleisters Adecco zeigt, wurden in Berlin von Januar bis Oktober 2009 insgesamt 2.384 Stellenanzeigen geschaltet, in denen Finanzexperten eine Stelle angeboten wurde.
Zwar sank die Zahl der Anzeigen für Finanzjobs in der Hauptstadt im Vergleich zu den Monaten des Vorjahres um 44,5 Prozent. Allerdings suchte kein anderes Bundesland insgesamt so viele Finanzprofis. In Bayern waren 1607 Stellen ausgeschrieben, in Nordrhein-Westfalen 1572 und in Hamburg 1032. Hessen mit der Finanzmetropole Frankfurt am Main kam mit 805 Stellenanzeigen auf den siebten Platz. Schlusslicht im Ranking der Bundesländer ist Mecklenburg-Vorpommern. Hier wurden lediglich 108 Inserate aufgegeben.
Stellenrückgang wegen Finanzkrise
Die Wirtschafts- und Finanzkrise wirft ihre Schatten auch auf den Arbeitsmarkt für Finanzexperten. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres schrieben Finanzdienstleister, Versicherungen und Immobilienfirmen bundesweit 11.955 Stellen aus. In der Branche gibt es damit einen Rückgang um 7.300 Inserate oder 37,9 Prozent.
Bei den Akademikern betrug der Stellenrückgang in dieser Branche sogar überdurchschnittliche 49,4 Prozent. Für Uni-Absolventen gab es jetzt nur noch 2.152 Angebote. Die Betriebswirte unter ihnen mussten die stärksten Einbußen hinnehmen - ein Minus von 56,2 Prozent. Für sie waren 986 Stellenausschreibungen in den Zeitungen. Die meisten Angebote gab es für Mitarbeiter mit einer kaufmännischen Ausbildung: etwa Immobilienkaufleute, Bank- oder Versicherungsfachleute. 7.708 Offerten waren für sie ausgeschrieben: dennoch ein Rückgang um 37,3 Prozent.
Größter Arbeitgeber sind Immobiliengesellschaften, obwohl sie ebenfalls knapp ein Drittel weniger neue Mitarbeiter suchten: 5.795 Stellen waren jetzt im Angebot. Immerhin schalteten sie fast die Hälfte aller Annoncen. Versicherungen, Kreditgewerbe und Finanzmakler als weitere Arbeitgeber boten 6.160 neue Jobs.
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