Die Bundesregierung prüft derzeit die Gründung mehrerer "Bad Banks" unter der Kontrolle des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin). Insbesondere die so genannten toxischen Wertpapiere der Landesbanken sollen dorthin ausgelagert werden. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) im Internet.
Nach Informationen der FTD haben Kanzleramt, Finanzministerium, Bundesbank und Rettungsfonds Soffin intensive Beratungen über ein Großkonzept für den gesamten öffentlich-rechtlichen Bankensektor aufgenommen, um die ausfallgefährdeten Papiere zu retten und neu zu strukturieren. Gegenstand des Strukturierungsplans sind die Landesbanken und möglicherweise auch die Commerzbank, die seit der Übernahme auch Eigner der Dresdner Bank ist.
Soffin trägt Ausfallrisiken
Die Ausfallrisiken der Papiere soll der Soffin tragen, der vom Bund über 480 Milliarden Euro erhalten hat. Wie die FTD berichtet, gewährte er bereits einigen Banken Eigenkapitalspritzen sowie Liquiditätsgarantien. Selbst bei einem Werteverlust dieser toxischen Papiere bliebe das Eigenkapital der betreffenden Banken durch die Auslagerung geschützt.
Die Ministerpräsidenten, deren Länder die Haupteigner der mehrheitlich in finanzielle Schwierigkeiten befindlichen Landesbanken sind, haben nach Informationen der Zeitung einem solchen Prozess bereits zugestimmt. Nach Informationen der FTD soll die Zukunft der Landesbanken am 21. April im Kanzleramt beraten werden. Vorgesehen sei aber bereits, das das Bad-Bank-Modell des Soffin dieses Quartal startet, schreibt die Zeitung.