Das Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) hat in einer Untersuchung herausgefunden, dass Menschen mit höherem Einkommen deutlich länger leben als Menschen mit niedrigem Verdienst. Der das Institut leitende SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach rät deshalb, entweder den Beitragssatz für Geringverdiener von 19,5 auf 15 Prozent zu senken oder das Altergeld für Reichere zu kürzen bzw. den Rentenbeitrag für Besserverdienende auf 23,1 Prozent anzuheben. Dies berichtet das Handelsblatt.
Die Untersuchung basiert auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) des DIW. Demnach erhält ein Mann mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von unter 1 500 Euro im Schnitt 10,8 Jahre lang Rente. Sein Chef mit mehr als 4 500 Euro im Monat bezieht dagegen für 18,2 Jahre das gesetzliche Altersgeld. Das derzeitige Rentensystem benachteilige eindeutig Gering- und Normalverdiener, das Äquivalenzprinzip sei eine Schimäre, meint Lauterbach.
Der Vorschlag Lauterbachs stieß im Sozialministerium zunächst auf Skepsis. Franz Müntefering (SPD) lehnt bisher jede offizielle Stellungsnahme dazu ab.
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