Die Citigroup ist nicht mehr an der Spitze der weltweit größten und ertragsstärksten Banken. Mit einem Marktwert von 243,7 Mrd. Dollar übertrifft die Bank of America nach fünf Jahren erstmals seinen Erzrivalen, berichtet das Handelsblatt.
Anders als die Citigroup konzentriert sich die Bank of America verstärkt auf das Massengeschäft mit Privatkunden und ist hier durch zahlreiche Zukäufe stark expandiert. Allein 48 Mrd. Dollar hatte die Bank für die Übernahme von Fleet Bosten vor zwei Jahren gezahlt. Weitere 34 Mrd. Dollar wurden für den Kauf des Kreditkartenanbieters MBNA im vergangenen Jahr investiert. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben für Akquisitionen, seit dem Amtsantritt des Konzernchefs Kenneth Lewis im Jahr 2001, auf mehr als 90 Mrd. Dollar.
Inwieweit der Siegeszug der Bank of America auf den Verbot von Zukäufen im vergangenen Jahr bei der Citigroup zurückzuführen ist, ist ungewiss. Fakt ist, dass die Citigroup jetzt wieder von Zukäufen und dem Ausbau des Massengeschäfts spricht, so das Handelsblatt.
Was die Rendite des wieder eingesetzten Kapitals betrifft, so lag die Citigroup zuletzt mit 20,5 Prozent weiterhin vor der Bank of America mit 16,6 Prozent. Auch der Quartalsgewinn der Citigroup überstieg im dritten Quartal noch knapp den der Bank of America.
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