Die Bank von England hat den Zinsen auf den historischen Tiefststand von 1 Prozent gesenkt. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, hat die Notenbank den Leitzins um einen halben Prozentpunkt gesenkt. Zuletzt hatte die Bank von England den Zins Anfang Januar auf damals 1,5 Prozent gesenkt.
Damals hatte kurz darauf die Europäische Zentralbank (EZB) mit einer Zinssenkung auf 2 Prozent reagiert. Dass die EZB auch diesmal mitzieht, hält die FAZ für unwahrscheinlich. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet habe schon nach der letzten Senkung auf 2 Prozent eine Zinspause angekündigt.
Dagegen fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund auch in der Euro-Zone weitere Zinssenkungen. Der DGB-Chefvolkswirt Dierk Hirschel bezeichnete die Ablehnung weiterer Zinssenkungen durch die EZB als "fahrlässig". Ein niedriger Zinssatz trägt gleich in zweierlei Hinsicht dazu bei, die Wirtschaft anzukurbeln: Einerseits werden Kredite billig. Das gilt für Kredite, die Firmen brauchen, um Investitionen zu tätigen. Das gilt aber auch für Privatkredite.
Niedrige Zinsen bedeuten aber auch, dass Geldanlagen wie beispielsweise Festgeld oder Tagesgeld kaum noch lukrativ sind.