Deutschlands Banken forcieren den Vertrieb margenstarker Produkte. Nachdem durch die Nutzung des Internets zwar die eigenen Kosten sanken, aber die Gewinne kaum stiegen, sollen Angebote rund um Altersvorsorge und Vermögensaufbau nun die Renditen der Banken wachsen lassen. Das zeigt der „Branchenkompass Kreditinstitute“, eine aktuelle Studie von Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa.
Basis der Studie ist eine Umfrage unter 100 Topentscheidern deutscher Banken. Fast neun von zehn Befragten geben an, sich vor allem von der individuellen Finanzplanung und -beratung für Privatkunden mehr Rendite zu versprechen. Jeder zweite sieht hier sogar ein „sehr hohes“ Potenzial, um die Gewinne zu steigern. Den Schwerpunkt in der Beratung sehen die Institute in der Altersvorsorge. Auch die Vermögensverwaltung für Privatkunden, die eben erst von der Commerzbank zum bedeutenden Geschäftsfeld für das laufende Jahr erklärt worden ist, soll die Margen der Banken steigern.
Für den Kunden bedeutet der Trend, dass er sich auf eine bessere Beratung freuen darf – wenngleich er dafür bezahlen muss. Immerhin besteht der Bedarf: Im ersten Quartal 2004 sparten 64 Prozent der deutschen Sparer für die Altersvorsorge, während es vor vier Jahren erst 56 Prozent waren.
(te)
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