Die Börsen bekommen Konkurrenz. Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) plant eine Gruppe von Großbanken die Gründung einer eigenen Handelsplattform für Wertpapiere. Laut FTD gehören die Deutsche Bank, die Citigroup, Credit Suisse, Goldman Sachs, Merrill Lynch, Morgan Stanley und UBS dazu. Die Preise für den Wertpapierhandel sollen deutlich unter dem liegen, was Anleger derzeit bei den etablierten Börsen zahlen.
Der Deutschen Börse dürfte die geplante Neugründung gar nicht gefallen. Wenn die Banken ihren Plan in die Tat umsetzen, müsste sie und die anderen etablierten Börsen mit erheblichen Einbußen rechnen. Die Partner der neu geplanten Handelsplattform sind für die Hälfte des europäischen Aktiengeschäfts verantwortlich.
Die Deutsche Börse wird nicht nur von der neuen Konkurrenz geplagt. Wie die FTD weiter berichtet, wird wohl auch die geplante Fusion mit der Mehrländerbörse Euronext nicht verwirklicht werden. Derzeit arbeite man an einem Plan, der einen Alleingang der Deutschen Börse vorsieht, heißt es. Eine endgültige Entscheidung darüber, ob das Angebot zur Fusion von Deutscher Börse und Euronext zurückgezogen werde, ist aber noch nicht gefallen. Euronext selbst liebäugelt eher mit einem Zusammenschluss mit der New Yorker Börse NYSE.
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