Die Stimmung in der deutschen Bankenbranche hellt sich nachhaltig auf. So erwartet knapp jeder dritte Banker, dass sich die Geschäfte der Kreditinstitute in den kommenden drei Jahren besser entwickeln als die gesamte deutsche Wirtschaft. Jeder zehnte Top-Manager meint, dass die Kreditwirtschaft unterdurchschnittlich abschneidet. Dagegen ist jeder Zweite der Meinung, dass sich die Branche bis zum Jahr 2007 im selben Tempo entwickeln wird wie die Gesamtwirtschaft. Dies ist das Ergebnis des „Branchenkompass Kreditinstitute“, der von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut herausgegeben wird.
Skeptisch bleiben vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die bereits wichtige Marktanteile an Direktbanken und Finanzvertriebe verloren haben. Deutlich optimistischer sind dagegen die Privatkundenbanken und Institute, die hauptsächlich im Firmenkundengeschäft aktiv sind. Als größte Herausforderung in den nächsten drei Jahren wird der zunehmende Wettbewerb und die daraus entstehende Konkurrenzsituation angegeben. Weiteren Handlungsbedarf sehen die Banken in der Bankenaufsicht. Gegen diese Herausforderungen wollen die Institute vor allem mit Kostensenkungen angehen. Als Maßnahmen sind der Abbau von Personal, die Verbesserung des Vertriebs und ein stärkeres Management der Kundenbeziehungen geplant.
Laut der Studie wird sich die Bankenbranche in Deutschland bis zum Jahr 2007 weiter konsolidieren. So planen von 100 befragten Banken 43 in den nächsten drei Jahren Investitionen in Fusionen und Übernahmen. 40 dieser Institute wollen bis dahin mit anderen Instituten fusionieren. Am stärksten ist dieser Trend mit 56 Prozent bei den Genossenschaftsbanken zu spüren.
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