Die EU-Kommission hat einen Richtlinienentwurf zum besseren Schutz für Verbraucher bei Bankenpleiten vorgestellt. Wie Spiegel Online berichtet, sieht der Entwurf vor, dass Sparer, die Opfer einer Bankenpleite geworden sind, innerhalb von drei Tagen ihr Geld durch das Einlagensicherungssystem erstattet bekommen sollen. Darüber hinaus soll nach dem Willen des zuständigen EU-Kommissar für den Binnenmarkt, Charlie McCreevy, die Mindestsumme für gesicherter Einlagen auf 100.000,- Euro erhöht werden.
Die Summe für die Einlagensicherung soll stufenweise bis Ende 2009 auf 100.000,- Euro angehoben werden. In einem Zwischenschritt soll die Summe auf 50.000,- Euro steigen. Derzeit sind es 20.000,- Euro, die gesetzlich gesichert sind.
Dem Entwurf der EU-Kommission müssen noch die EU-Mitgliedstaaten und das EU-Parlament zustimmen. Auf dem heute beginnenden Gipfeltreffen der 27 Staats- und Regierungschefs der EU werden zumindest die Mitgliedstaaten den Entwurf diskutieren. Insbesondere bei einigen osteuropäischen Staaten regt sich laut Spiegel Online jedoch Unmut über den Richtlinienentwurf. Nach Äußerungen aus Diplomatenkreisen fühlten sie sich von den Beschlüssen der Euro-Gruppe "überfahren".
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