Zwar sind die erfassten Beteiligungs- und Kapitalanlagebetrugsdelikte im letzten Jahr gegenüber 2003 um ein Prozent gesunken, dennoch warnt der Bundesverband Deutscher Banken weiterhin vor Geldanlagebetrügern. Anleger sollten vor allem auf deutliche Warnsignale achten. So knüpfen beispielsweise viele unseriöse Anbieter erste Kundenkontakte per Telefon. Der Bankenverband rät, sich nicht auf ein Gespräch einzulassen. Auch das Anbieten höherer Renditen (über 3 Prozent) und Bankgarantien seien Warnsignale, ebenso wie der Sitz der Bank im Ausland und hohe Provisionsforderungen. Zudem sollten sich Anleger nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Auch von Folgegeschäften, bei denen man eine deutlich höhere Anlagesumme einsetzen muss, sollte man die Finger lassen.
Im Vorjahr ging der durch die Beteilungs- und Kapitalanlagebetrugsdelikte entstandene Gesamtschaden von 642 Millionen Euro auf 318 Millionen Euro zurück. Fast alle erfassten Anlagebetrugsdelikte (98,6 Prozent) konnten von der Polizei aufgeklärt werden. Allerdings sahen die meisten Betrogenen ihr Geld oft nicht wieder. Da nicht alle geprellten Anleger den Betrug der Polizei melden, liege die Dunkelziffer der nicht erfassten Fälle außerdem deutlich höher, vermutet der Bankenverband.
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