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Bankkunden sind träge 

Die Bundesbürger zeigen sich in Geldgeschäften

überwiegend lustlos, risikoscheu und reserviert. Dies ist das Ergebnis der Studie "Kundenmonitor Banken 2006" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG. Nur jeder Fünfte hat

wirklich Spaß daran, sich mit dem Thema Geldanlage ausführlicher zu

beschäftigen; nur jeder siebte ist bereit, zur Erzielung höherer

Erträge auch höhere finanzielle Risiken in Kauf zu nehmen. Zudem

reden viele Deutsche - auch mit Bankberatern - nicht gerne offen über

ihre persönliche finanzielle Situation.



Gleichzeitig sind die meisten Deutschen ihren Bankinstituten

gegenüber treu - oft über Jahrzehnte: Gerade einmal jeder zehnte

Bankkunde zieht in den kommenden zwei Jahren einen Wechsel seiner

Hauptbankverbindung in Betracht. Bisweilen geht die Treue aber auch

in eine gewisse Trägheit über: Weniger als die Hälfte der Deutschen

vergleicht bei Geldanlagen die Angebote verschiedener Institute.



Im Rahmen der Studie haben sich fünf verschiedene Kundentypen herauskristallisiert. Der "Treue Bankkunde" (30% der Bevölkerung) zeigt bei mittlerer Banking-Kompetenz eine besonders starke Bindung an die "Hausbank"

und den Bankberater. Der "Fordernde" (25%) zeichnet sich durch

besonders hohe Leistungserwartungen an Beratung und Service sowie

eine hohe Kompetenz aus. Der "Unabhängige" (18%) lässt sich vor allem

durch eine vergleichsweise geringere Bindung an seine Hauptbank und

eine besonders aktive Suche nach hohen Renditechancen kennzeichnen.

Der "Zugeknöpfte" (14%) lässt sich in Gelddingen ganz besonders

ungern "in die Karten schauen", gleichzeitig ist er in Geldfragen

aber eher unschlüssig. Der "Eingeschränkte" (13%) verfügt über

geringe Banking-Kompetenzen, sein finanzieller Spielraum ist zudem

stark limitiert.

Geldgeschäfte sind der Studie zufolge für die Bundesbürger vor allem Vertrauenssache: Knapp drei Viertel (71%) geben an, dass ihnen das persönliche Vertrauensverhältnis zu einem Bankberater wichtig ist.

Auch der Beratungsbedarf ist hoch: Lediglich 39 Prozent kennen sich

nach eigenen Angaben in Geldangelegenheiten gut aus. Trotzdem lässt

kaum mehr als die Hälfte der Deutschen (55%) ihre Bankberater

genauere Einblicke in ihre persönlichen Vermögensverhältnisse und

noch weniger in ihre persönlichen Lebensumstände nehmen.



Für die Studie wurden 3.000 private Bankkunden (ab 18 Jahren)

repräsentativ zu ihrem Banking-Verhalten, zur Anlagementalität,

Produktausstattung, Kundenzufriedenheit sowie zu ihren zukünftigen

Handlungsabsichten in Geldangelegenheiten befragt.

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