Die Bayerische Landesbank prüft derzeit Expansionspläne nach Osteuropa. Über ihre ungarische Tochterbank MKB, die der BayernLB zu 90 Prozent gehört, soll die serbische Panonska Bank gekauft werden. Die MKB hat eine Interessenbekundung für den Kauf der serbischen Bank abgegeben. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD).
Laut FTD soll der geplante Zukauf erst der Anfang einer Expansionswelle der BayernLB über die Landesgrenzen hinaus sein. Der Chef der Landesbank hatte erst kürzlich den Ausbau des Osteuropageschäfts angekündigt. Die serbische Panonska Bank verfügt über 56 Filialen, die ihren 100.000 Kunden zur Verfügung stehen. Mit einer Bilanzsumme von 126,8 Mio. Euro für das erste Halbjahr 2005 wird der Wert des Instituts auf 50 Mio. Euro geschätzt.
Wie die FTD aus serbischen Regierungskreisen erfuhr, sollen auch die Unicredit-Tochter Bank Austria, die französische Crédit Agricole, die italienische Banca Intesa, die ungarische Sparkasse OTP sowie mehrere griechische Banken um die Panonska Bank mitbieten. Der Bankenmarkt in Osteuropa ist für die hiesigen Banker sehr interessant. Im Gegensatz zum als gesättigt geltenden westeuropäischen Markt haben viele Osteuropäer noch kein Girokonto (in Ungarn 35 Prozent). Die Margen sind laut FTD ebenfalls höher als in Deutschland.
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