Die Berliner Volksbank will zusammen mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse die Berliner Bank von der Bankgesellschaft Berlin kaufen. Die Volksbank will zu diesem Zweck ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse gründen. Dies berichtet der „Tagespiegel“ in seiner heutigen Ausgabe.
Demnach sehen beide Banken gute Chancen für ihre Pläne, da die meisten Käufer sich eher für die Bankgesellschaft mit Landesbank und Sparkasse interessieren würden. Da jedoch durch die EU-Kommission untersagt wurde, Berliner Bank und Sparkasse an einen Käufer zu veräußern, ist das Interesse für die Berliner Bank eher gering. Laut Tagesspiegel würden Volksbank und die Mittelbrandenburgische Sparkasse bis zu 300 Millionen Euro für die Übernahme zahlen.
Die Berliner Volksbank hat vor allem ein wirtschaftliches Interesse an dem Erwerb. Durch den Kauf der Berliner Bank durch einen ausländischen Wettbewerber könnte es zu einer Marktanteilsverschiebung kommen. Sollte der Wettbewerber zum Markteintritt Dumpingpreise anbieten, würde das die Volksbank unter erheblichen Druck setzen und sie wäre wieder auf die Hilfe des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken angewiesen.