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"Best Execution" nicht für alle Anleger 

Deutsche Privatanleger können nicht damit rechnen, dass ihre Wertpapieraufträge zu den bestmöglichen Konditionen bearbeitet werden. Grund sind statische Orderverfahren, die von der großen Mehrheit der Wertpapierdienstleister eingesetzt werden. In Bezug auf Preis und Kosten führt dies in 54 Prozent der Fälle auf Einzelorderbasis nicht zu optimalen Transaktionsergebnissen. Anders als dynamische Policies verzichten statische Best Execution Policies auf ein automatisches Routing an den bestmöglichen Ausführungsplatz. Die Nutzung der statischen Ausführung kann daher für den Anleger zu einem beträchtlichen Renditenachteil führen. Das sind Ergebnisse aus der Studie "Best Execution" des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG.



Vor allem nach Beendigung des elektronischen Xetra-Handels um 17.30 Uhr machen sich die Unterschiede in den Ausführungspreisen von statischen und dynamischen Best Execution Policies bemerkbar. Die Differenz bei einer Transaktion liquider Aktien beträgt im Einzelfall unter Verwendung eines Musterportfolios bis zu 1,08 Prozentpunkte. Im gesamten Tagesverlauf liegt der durchschnittliche Renditevorteil für jede gehandelte inländische Aktie des Portfolios, die dynamisch abgewickelt wurde, zwischen 0,01 und 0,05 Prozentpunkten.



"Die dynamische Policy schützt Anleger vor besonders ineffizienten Orderausführungen und entspricht damit ganz klar der Finanzmarktrichtlinie MiFID, die Wertpapierdienstleister seit November 2007 dazu verpflichtet, das bestmögliche Ergebnis für ihre Kunden zu erzielen", betont Christian Appel, Managing Consultant bei PPI. "Wenn bestimmte Handelsplätze kundenfreundliche Order-Kriterien anbieten, indem sie beispielsweise auf eine Maklercourtage bis zu einem Handelswert von 5.000 Euro verzichten, wird dies von einer dynamischen Policy explizit berücksichtigt", ergänzt Appel.



Neben Privatanlegern profitieren auch institutionelle Händler von einem dynamischen Verfahren. Denn die Nutzung dynamischer Order-Routing-Konzepte macht sich insbesondere bei großen Ordervolumina in Form von Preis- und Kostenvorteilen bezahlt. "Leider haben die Institute bislang nicht in ausreichendem Maße erkannt, dass sich durch dynamische Order-Routing-Systeme, Wettbewerbs- und Differenzierungsmöglichkeiten noch besser ausschöpfen lassen", stellt Appel fest. "Dabei haben Wertpapierdienstleister mit einem intelligenten, dynamischen Order-Routing ein ideales Marketinginstrument für die Neukundengewinnung an der Hand. Sie müssen nur noch Gebrauch davon machen."

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