Die BKK 24 plant, für Nichtraucher einen günstigeren Tarif einzuführen. Bisher dürfen Krankenkassen ihren Versicherten nur einen Entwöhnungskurs und ein Prämiensystem anbieten. Die Einführung eines Stufensystems würde es den Krankenkassen jedoch erlauben, bestimmte Mitglieder zu einem günstigeren Beitrag zu versichern. Davon würden dann nicht nur Nichtraucher profitieren, sondern z. B. auch diejenigen, die regelmäßig Sport treiben.
Für eine Umsetzung dieser Idee bedarf es jedoch der Schaffung eines gesetzlichen Rahmens. Deshalb forderte die BKK 24 in einem offenen Brief Spitzenpolitiker aus Bund und Länder auf, die notwendigen Regelungen auf Gesetzesebene herzustellen. Denn erst dann kann das Bundesversicherungsamt den Krankenkassen die entsprechende Genehmigung erteilen.
Friedrich Schütte, Vorstand der BKK 24, ist sich sicher, dass die Schaffung eines finanziellen Anreizes für Raucher eine Alternative zum Tabakverbot bzw. zum Verkaufsstopp für Zigaretten darstellen wird. Dies hatten das Verbraucherministerium und verschiedene Abgeordnete gefordert. In Deutschland sterben jeden Tag 383 Menschen an den Folgen ihrer Sucht. Der wirtschaftliche Schaden von nikotinbedingten Erkrankungen und dadurch bedingten Fehlzeiten am Arbeitsplatz wird auf rund 100 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
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