Die Bundesregierung sieht sich durch die immer weitere Kreise ziehende Finanzkrise genötigt, eine Staatsgarantie für Spareinlagen abzugeben. Bundeskanzlerin Merkel sagte einem Bericht des Handelsblattes zufolge, dass die Spareinlagen sicher seien. Damit hat die Bundesregierung erstmals eine Garantie für die insgesamt 568 Mrd. Euro abgegeben, die auf Tagesgeldkonten, Termingeldkonten und privaten Girokonten liegen.
Die Staatsgarantie hatten Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Peer Steinbrück im Anschluss an das Gipfeltreffen zur Finanzkrise am Wochenende in Paris beschlossen. Andere Regierungen hatten für ihre Länder bereits Maßnahmen ergriffen, die vor allem die Sparer schützen sollen. Mit der Staatsgarantie leiste nun auch die Bundesregierung ihren Beitrag, heißt es aus Berlin. "Die Bundesregierung will auf jeden Fall verhindern, dass Geld in größerem Stil abgehoben wird", sagte der Sprecher von Bundesfinanzminister Steinbrück, Torsten Albig.
Die irische Regierung hatte vor wenigen Tagen für sämtliche Einlagen auf allen irischen Banken und Bausparkassen eine Staatsgarantie abgegeben. Eine derart umfassende Lösung stellt die deutsche Staatsgarantie nicht dar. Laut Handelsblatt hätte ein solches Paket einen Wert von 7 Billionen Euro gehabt.
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