China will mit seiner Landeswährung Yuan dem Dollar als internationale Leitwährung Konkurrenz machen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, hat die chinesische Zentralbank in dieser Woche bekannt gegeben, dass Einfuhren und Ausfuhren ab sofort auch in Yuan berechnet und bezahlt werden dürfen. Bisher galt als Rechengröße und Zahlungsmittel für den Außenhandel allein der US-Dollar.
Dem Schritt der Zentralbank ging ein Test voraus. In 20 Provinzen habe es einen Testlauf gegeben, schreibt die Zeitung. Nun solle das Modell auf das ganze Land ausgeweitet werden. Um die Währung gibt es zwischen den USA und China seit längerem Streit. Die Amerikaner werfen den Chinesen vor, sie hielten den Yuan künstlich niedrig, um ihre Chancen auf den Exportmärkten zu verbessern. Fakt ist, dass der Yuan nicht frei handelbar ist. Sein Wert unterliegt also nicht der Bewertung durch die Finanzmärkte.
Unabhängig von den Plänen der Chinesen sehen Experten die Bedeutung des Dollar für den Welthandel im Schwinden begriffen. So seien noch 2001 insgesamt 90 Prozent der Währungsgeschäfte in US-Dollar abgerechnet worden. 2010 dagegen nur noch 85 Prozent, berichtet das Handelsblatt. Außerdem habe der Dollar gegenüber vielen wichtigen Währungen stetig an Wert verloren.
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