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Commerzbank will gegen Bares beraten 

Die Commerzbank liebäugelt mit der Einführung einer Honorarberatung. Das würde bedeuten, dass die Kunden des Hauses für den Rat vom Bankberater bezahlen müssten. Commerzbank-Chef Martin Blessing bestätige entsprechende Planungen auf der Finanzplatz-Konferenz der Wochenzeitung "Die Zeit".

Test bei comdirect laufen

Das Institut testet derzeit bereits ein entsprechendes Modell über ihren Online-Ableger comdirect. Je nach Verlauf dieser Tests könnte die Honorarberatung bereits im November eingeführt werden.

Laut Commerzbanker Blessing gebe es einen Markt für diese Art der Finanzberatung. Momentan wird in vielen Banken auf Provisionsbasis beraten: Der Kunde bekommt eine kostenlose Finanzberatung, der Berater bekommt je nach verkauftem Produkt eine Provision von der Bank. Da diese Art der Beratung dazu verführt, dem Kunden Produkte zu verkaufen, die er gar nicht will, die aber hoch provisioniert werden, ist die provisionsbasierte Beratung in die Kritik geraten. Am deutlichsten wurde dies beim Verkauf hochspekulativer  Zertifikate an ahnungslose Bankkunden.

Langsamer Prozess bis zur Honorarberatung

Die Lehren aus der Finanzkrise sind es dann möglicherweise auch, die den Commerzbank-Chef so optimistisch im Hinblick auf die Honorarberatung sein lassen. "Es wird ein langsamer Prozess sein, aber ich bin sicher, dass es am Ende ein Marktsegment dafür gibt", so Blessing weiter.

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