Noch bis Ende des Jahres können Riester-Zulagen für 2005 beantragt werden.
Rund 1,9 Millionen Sparer hatten bis Oktober 2007 ihre Anträge für 2005 noch nicht eingereicht. Dies würde für das Bundesfinanzministerium eine Ersparnis von rund 350 Millionen Euro bedeuten, so die der Verband "FinanzFachFrauen".
Bereits für 2004 ließen 1,4 Millionen Sparer 200 Millionen Euro verfallen. "Riester-Verträge lohnen sich jedoch nur," so Ursula Oelbe,von den FinanzFachFrauen in Hildesheim, "wenn man die Zulagen auch wirklich einfordert." Dabei liegen die Vorteile bei Frauen und kinderreichen Familien. Auch wer durch die Steuerersparnis motiviert sei, müsse die Zulagen beantragen. Am einfachsten gehe das mit dem Dauerzulagenantrag.
Trotz der Höchstförderung ab 2008 empfehlen die FinanzFachFrauen weitere Finanzprodukte, denen auch die Abgeltungssteuer, die 2009 kommt, nichts anhaben kann. Aktuell sind die Zeichen für private Altersvorsorge günstig: So ist die betriebliche Altersvorsorge weiterhin interessant, weil die Sozialversicherungsfreiheit nun über das Jahr 2009 weiter besteht.
Zudem ist die Rürup-Rente - auch Basisrente genannt - attraktiv. Eliminiert haben die Politiker den "Geburtsfehler" mangelnde Absetzbarkeit durch das Jahressteuergesetz 2007. Nun sind die Beiträge tatsächlich bis zu 20.000 Euro im Jahr steuerabzugsfähig. Doch auch hier bedarf es einer individuellen Beratung, um die passende Altersvorsorge zu erhalten.