Die Bundesagentur für Arbeit (BA) räumt ein neues Problem bei der
Umsetzung der Arbeitsmarktreform Hartz IV ein. Die Software zur Berechnung
des Arbeitslosengeldes II habe noch deutliche Mängel. Um das Arbeitslosengeld II dennoch pünktlich auszahlen zu können, müsse die BA voraussichtlich bis zu 3000 zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Dies sagte BA-Projektleiter Kay Senius dem Handelsblatt.
Geplant sei es, das Arbeitslosengeld II für rund 3,2 Mill. Langzeitarbeitslose mit der von der Telekom-Tochter T-Systems entwickelten Software zu berechnen. Das IT-Projekt wäre jedoch mit großen zeitlichen Risiken behaftet, so Senius. Zur Zeit gebe es aber keinen Grund zu der Annahme, dass der Auszahlungstermin nicht eingehalten werden könne, wenngleich sich die Datenerfassung zu den Anträgen auf Arbeitslosengeld II verzögere.
Ursprünglich sollten die Agenturen Anfang Oktober mit der Datenerfassung beginnen. Nun werden ab dem 4. Oktober zunächst nur wenige Arbeitsagenturen die Software testen. Verläuft der Praxistest erfolgreich, würden stufenweise von Mitte bis Ende Oktober die übrigen Arbeitsagenturen und die Kommunen einbezogen, die sich für eine Arbeitsgemeinschaft mit der BA entschieden hätten.
(cu)
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