Nach den Ergebnissen der aktuellen PwC-Umfrage Custody Funds Expense Survey 2004 - Publikumsfonds Deutschland befinden sich die traditionellen Gebührenmodelle von Depotbank-Dienstleistungen für deutsche Publikumsfonds im Umbruch. Die getrennte
Abrechnung von Depotbankvergütung, Depotgebühr und Transaktionskosten wird zunehmend durch einen Paketpreis (sogenannte All-in Fee) abgelöst. 44 Prozent der befragten Depotbanken bieten bereits einen Paketpreis für ihre Dienstleistungen an. Hierin enthalten sind Depotbankvergütung, Depotgebühren, Transaktionskosten und Kontogebühren. Auch wenn sie das derzeitige Preisniveau für angemessen halten, erwarten 75 Prozent sinkende Gebühren für Paketangebote. Ein großer Teil der Anbieter ohne Paketpreis kann sich vorstellen, diesen binnen der kommenden drei Jahre einzuführen.
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass Depotbankvergütung, Depotgebühr sowie Transaktionskosten von den einzelnen Depotbanken sehr unterschiedlich gewichtet und bepreist werden. Dies betrifft sowohl die Höhe der Vergütung als auch die Berechnungsbasis. Zu den typischen, in den allgemeinen Konditionen enthaltenen Standard-Dienstleistungen zählen bei nahezu allen Teilnehmern die Bereiche Buchung/Kontrolle Geschäftsvorfälle, Kursermittlung, Anteilpreisermittlung, Ex-post-Anlagegrenzkontrolle und Kursversorgung. Qualifizierte Zusatzleistungen, wie zum Beispiel das Performance Measurement sowie das IFRS-/US-GAAP-Reporting, werden von den meisten Teilnehmern separat abgerechnet. 72 Prozent sehen derzeit auch keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Dienstleistungen zu offerieren.
Zur Umfrage Custody Funds Expense Survey 2004 - Publikumsfonds Deutschland wurden 18 Depotbanken befragt, die Leistungen für deutsche Publikumsfonds erbringen. Diese entsprechen rund 70 Prozent der Assets under Administration oder umgerechnet rund 151 Milliarden Euro verwaltetem Fondsvolumen deutscher Publikumsfonds.